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Alte Stadtansichten Album 17

Das winterliche Foto mit dem alten Kastanienbaum,

Bild162vermag einen Eindruck von dem beschaulichen Biergarten der Brauerei Bender an der Ecke Gaustraße/Mannheimer Straße zu vermitteln. Die Biergarten-Seite war die Mannheimer Straße. Dort, auf dem Foto links, war der Haupteingang. Man kam aber auch über den Hof des Brauhauses von der Gaustraße her - nicht auf dem Foto - zum Biergarten. Heute steht auf dieser Straßenecke eine moderne Wohnanlage. Durch den Biergarten kam man zum Eingang der Brauereigaststätte (rechts im Bild), zur weit über Kaiserslautern hinaus bekannten „Bender“s Hauswirtschaft'. Die Hauswirtschaft war eine der besten Kaiserslauterer Adressen, nicht nur wegen des hervorragenden Biers, sondern auch wegen der Speisekarte in bayerischer Tradition. Für viele Lauterer und Leute aus der Region ist heute noch „Bender“s Hauswirtschaft' ein Begriff, der mit Erinnerungen an die wöchentlichen Schlachtfeste mit Straßenverkauf, an Faschingsveranstaltungen sowie Vereins- und Familienfeste verbunden ist. Die Brauerei Bender und die Bayerische Brauerei waren die beiden Kaiserslauterer Braubetriebe, die seit dem 19. Jahrhundert die Zeit überdauern konnten, obwohl sie am Ende von auswärtigen Brauereien übernommen wurden. Das damals von Hand zugeschnittene und zusammengesetzte Foto wurde 1972 bei der Vorbereitung des Sanierungsgebiets aufgenommen. Es stammt aus dem Archiv des Referats Stadtentwicklung. Der Bender-Komplex wurde 1981 abgerissen.

Das Waldschlösschen lag,

Bild163als es Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, außerhalb der Stadt am beginnenden Wald. Das Gebäude wurde als Gaststätte errichtet und mit großzügigem Entree, Tanzpavillon und Biergarten ausgestattet. Auf dem Stadtplan von 1887 ist das Ausflugsziel erstmals eingezeichnet. Das Foto, das noch etwas ursprüngliche „Waldschlösschen-Ausflugsatmosphäre“ vermittelt, entstand im Jahr 1900. Die Fotografie aus dem Stadtarchiv wurde offensichtlich mehrfach überarbeitet. Als Ausflugsziel machte das Waldschlösschen dem Bremerhof mächtig Konkurrenz, insbesondere im Hinblick auf die Veranstaltungen, die geboten wurden. So kündigte der Kaiserslauterer Artillerie-Verein für den 4. Juni 1913 ein „Militär- und Schlachtenkonzert“ im Waldschlösschen an. Wie in der Anzeige steht, wurden (offensichtlich musikalisch) 500 „Kanonenschüsse“ und 6000 „Infanterieschüsse“ angekündigt. Das passte in die aufgeheizte Vorkriegsstimmung. Das neue Ausflugsziel wurde 1895 um eine Attraktion reicher: Die Stadt setzte den bis dahin namenlosen Brunnen, der vor der Polizeidirektion stand, in die Bremerstraße ganz nahe beim Waldschlösschen. Der Brunnen bekam dann den Namen „Albrechtsbrunnen“ als Erinnerung an König Albrecht, der 1303 Kaiserslautern den Stadtwald schenkte.

Das mächtige Brauhaus der Brauerei F.D. Bender

Bild164mit seinen Nebengebäuden stand Ecke Gaustraße/Mannheimer Straße. Heute befindet sich auf dieser Ecke eine moderne Wohnanlage. Das Foto des Referats Stadtentwicklung wurde 1981, kurz vor dem Abriss des Gebäudes, von der Gaustraßen-Seite her zur Dokumentation für die Akten des Sanierungsgebiets gemacht. Das Foto besteht aus zwei Aufnahmen, und es wurde von Hand zugeschnitten. In diesem alten Brauereigebäude hatte sich damals das Szenenlokal „Waschbrett“ eingerichtet. Vor dem Abriss gab es mächtigen Ärger mit der Stadt und der Polizei wegen einer Hausbesetzung. Am Ende war es eine Auseinandersetzung zwischen Besetzern und Baggerführern. Die Brauerei F.D. Bender geht auf das Jahr 1849 zurück. Gründer war der Küfer Franz Daniel Bender. Vorher stand an dieser Stelle das Gasthaus „Zum blauen Wagen“. Hier ergibt sich eine interessante Parallele: Die Gaustraße war bis 1817 Hauptdurchgangsstraße, nachdem die Steinstraße 1620 aus Sicherheitsgründen geschlossen worden war. Der „Blaue Wagen“ war eine rentable Fuhrmannswirtschaft. Nach erneuter Öffnung der Steinstraße, 1817, baute Johann Gelbert in der Steinstraße die Gaststätte „Zum Rheinkreis“, das Haus, in dem heute das Theodor-Zink-Museum untergebracht ist, und der „Blaue Wagen“ verlor an Bedeutung, wie die Gaustraße als Durchgangsstraße. Die Brauerei F.D. Bender Söhne gründete später eine OHG. Im Jahr 1963 wurde das Unternehmen in Bender-Bräu Kaiserslautern umbenannt. Dann übernahm 1965 die Karlsberg-Brauerei, Homburg, den Betrieb. Die Bender-Tradition blieb noch gewahrt.

Ein Alt-Lauterer Hintergässchen- und Hof-Milieu

Bild165hält dieses Foto des Referats Stadtentwicklung fest. Das Bild, aufgenommen um 1972/73, zeigt den abbruchreifen Hausbestand zwischen dem heutigen Stockhausplatz im Norden, der Scheidstraße im Süden und der Epplergasse im Osten. Nachdem in diesem Bereich Flächen saniert wurden, wodurch der Stockhausplatz erst entstanden ist, ist die genaue Zuordnung nicht mehr möglich. Nach älteren städtischen Plänen dürfte es sich um die Rückseite etwa auf Höhe des damaligen Hauses Steinstraße 44 (heute Steinstraße 38) handeln. Heute gibt es in diesem Bereich ein Wohn- und Geschäftsviertel, in dem sich Privatleute und 1981 die Bau AG engagiert haben. Die Sanierung dieses Areals ist ein Beispiel für die oft schwierige Arbeit der Stadtentwicklung im 17 Hektar großen Sanierungsgebiet während der 1980er Jahre. Viele dieser Projekte sind der Bilanz von Oberbürgermeister Theo Vondano zuzurechnen, der vom „Jahr der Genehmigungen“ im Sanierungsgebiet (1979) bis 1989 sein Amt bekleidete. Offiziell war die Sanierung 1987 abgeschlossen. Durch Neuvermessung und Grundstücksaufteilungen in dem Quartier südlich des Stockhausplatzes ist auch die neue Epplergasse entstanden. Schon um 1860 ist eine solche erwähnt, deren Verlauf ähnlich war. Solche Eindrücke wie auf dem Foto müssen Stadtbaumeister Hermann Hussong und Bau AG-Vorstand Eugen Rhein vor Augen gehabt haben, als sie in ihrem Begehungsbericht rund um die Steinstraße im April 1929 festhielten, dass ein Kind durch eine morsche Holztreppe gestürzt sei, sieben Personen in einem Raum lebten, der Abort weder Tür noch Deckel habe.

Die Spritzenhausgasse

Bild166ist im Zuge des Theaterneubaus untergegangen.Nachdem das Gelände auf der Nordseite der Fruchthalle, jenseits der Ost-West-Achse, Zug um Zug geräumt worden war, gab es am 25. April 1992 den ersten Theater-Spatenstich. Die Aufnahme des Referats Stadtentwicklung entstand bereits Anfang der 1970er Jahre. Das Terrain nördlich der Fruchthalle, zwischen der Burgstraße (Ost-West-Achse) und der Ludwigstraße, war der westlichste Zipfel des Sanierungsgebiets Altstadt. Mit der Spritzenhausgasse ist ein Stück Feuerwehrgeschichte verbunden. Nach eingehender Prüfung und einem Probespritzen auf dem Marktplatz vor der Stiftskirche entschlossen sich Stadträte und Zunftmeister im Jahr 1741, eine handbetriebene Feuerspritze und hundert Fuß Lederschläuche zu kaufen. Die Frage der Anschaffung dieser modernen Apparatur schien zu einem Politikum geworden zu sein. Kaiserslautern war eine kleine, überschaubare und von Bächen durchflossene Stadt. Wasser in Eimern zur Brandstelle zu schaffen, war kostenlos. Die neue Feuerwehrausstattung wurde 1741 im Gebäude einer früheren „Höheren Mädchenschule“ in dem noch namenlosen Gässchen untergebracht. Die mächtige Sandsteinmauer auf der linken Seite des Fotos gehörte zum 1907 aufgelösten Arbeitshaus, das dem Zentralgefängnis - heutiger Standort des Rathauses - angegliedert war. Das Foto ist in Blickrichtung Rittersberg aufgenommen. In Erinnerung an das alte Spritzenhaus bekam der schmale Weg von der damaligen Ritterstraße (heute Rittersberg) zur Lauter, die hinter der Fruchthalle floss, 1891 den Namen Spritzenhausgasse. Anfang der 1890er Jahre war die 357 Mann starke Lauterer Freiwillige Feuerwehr schon mit Schlauchwagen, Leitern, aber immer noch mit Handdruckspritzen ausgerüstet. Auf den Stadtplänen der folgenden Jahrzehnte wurde der Name der Spritzenhausgasse nie erwähnt. Erst auf dem Plan von 1954 taucht er auf.

Die Ludwigstraße

Bild167war ein Stück gutbürgerliches Kaiserslautern, das den Bombenkrieg fast unbeschadet überstanden hatte. Das Foto des Referats Stadtentwicklung wurde im Jahr 1970 bei einer Bestandsaufnahme des Sanierungsgebiets gemacht. Die Ludwigstraße bildete den nordwestlichen Zipfel des Sanierungsgebiets. In diesem Areal wurde flächensaniert, um Platz für die Nordtangente zu schaffen.

Alle Häuser auf dem Foto wurden abgerissen. Sie standen etwa auf der heutigen Grünfläche zwischen der Schanzstraße und der neu konzipierten Ludwigstraße, ungefähr auf Höhe der Berufsbildenden Schule II. Das bildbeherrschende Haus links mit seiner reich geschmückten Fassade, mit den kunstvoll behauenen Fenstersimsen und dem aufwendig gestalteten Eingang mit Sandsteinmedaillon und der Bemalung unter der Dachrinne ist ein Beispiel dafür, wie dutzende Bürgerhäuser im 19. Jahrhundert in Kaiserslautern gebaut wurden. Die Ludwigstraße hat ihren Namen nach dem bayerischen König Ludwig I. um 1836 erhalten. Der ältere, viel schönere Name, „Allee hinter dem Schloß“, wurde dem Buhlen um königlich-bayerische Gunst geopfert. So kam auch die Königstraße 1896, benannt nach dem bayerischen König Otto, zu ihrem königlich-bayerischen Namen. Als die Bebauung in der Ludwigstraße gegen Mitte des 19. Jahrhunderts intensiviert wurde, mußten die Akazien der Allee hinter dem Schloß gefällt werden. Den eleganten Straßennamen „Allee“ hat die Stadt Kaiserslautern nur noch ein Mal an die Alleestraße vergeben, weil auf dem im Jahr 1817 zugeschütteten Stadtgraben eine Baumallee angelegt wurde. Anfang der 1950er Jahre haben dann die Amerikaner den Stadtplan von Kaiserslautern mit Avenues, mit Alleen, auf der Vogelweh angereichert.
 

Die Mannheimer Straße

Bild168gehörte zum nordöstlichen Teil des Sanierungsgebiets Altstadt. Auf dem Foto ist der Straßenabschnitt etwa zwischen der Ecke Gaustraße (links) und dem Mainzer Tor abgebildet. Die Altstadtsanierung gab den Impuls. Nach und nach wurde diese Häuserreihe durch Privatinitiative saniert und zu einem ansehnlichen Wohnviertel hergerichtet. Die Mannheimer Straße ist eine der längsten Straßen der Stadt. Vom Kaiserbrunnen beim Mainzer Tor bis zu den Kasernen ist sie gut 4,7 Kilometer lang; dann mündet sie in die Bundesstraße 37. Nur die Pariser Straße ist mit weit über fünf Kilometer länger. Das um 1970 aufgenommene Foto ist Bestandteil der Sanierungsakten des Referats Stadtentwicklung. Die Mannheimer Straße erhielt ihren Namen 1836. Die ältere Bezeichnung Mannheimer Chaussee geht auf das Jahr 1742 zurück. Inoffiziell hieß sie Mitte des 19. Jahrhunderts für einige Jahre Hochspeyerer Straße. Die Mannheimer Straße ist ein Bilderbuch der Stadtgeschichte, beginnend mit dem 1987 eingeweihten Kaiserbrunnen. Nach den auf dem Foto abgebildeten Bürgerhäusern in östlicher Richtung wäre beispielsweise das alte Bürgerhospital (Spitalsgründung durch Barbarossa im 12. Jahrhundert) zu erwähnen. Dann geht es auf der Nordseite des Grünen Blocks vorbei, mit dem Stadtbaumeister Hermann Hussong 1928 den Bauhausstil in die Stadt gebracht hat. Es folgt die Brücke der seit 1880 betriebenen Nordbahn, ein für die Industriestadt Kaiserslautern damals bedeutender Verkehrsweg. Schließlich geht es vorbei am 1873 eingerichteten Hauptfriedhof und zu den 1912 erbauten Kasernen, mit denen ein Stück Kaiserslauterer Militärgeschichte verbunden ist, aus bayerischer Zeit bis zur Nutzung durch die amerikanischen Streitkräfte.

Der Stockhausplatz

Bild169verdankt seine Existenz dem Sanierungskonzept der Altstadt. Den Raum um das „Haus Rheinkreis“, wo das Theodor-Zink-Museum seit 1978 untergebracht ist, nach Süden aufzuweiten, war die Absicht der Sanierungsplaner. So entstand auf dem im Foto festgehaltenen Altstadtareal der Stockhausplatz 1980/81. Das Foto ist nach Osten zur Gaustraße hin aufgenommen. Seinen Namen erhielt der Stockhausplatz etwas übereilt schon im Jahr 1979, bevor er endgültig gestaltet worden war. Die Aufnahme wurde 1970 vom heutigen Referat Stadtentwicklung im Rahmen einer Bestandserfassung gemacht. Die Fassade ganz links gehört zum Theodor-Zink-Museum. Sie wurde später saniert. Die übrigen Gebäude wurden abgerissen, um den beabsichtigten Freiraum für den kleinen Platz zu schaffen. Das mächtige sechsstöckige Gebäude in der Bildmitte ist die Rückseite der Mälzerei der Brauerei Bender. Die Stockhausstraße ist mit der Platzgestaltung untergegangen. Sie hat ihren Namen dem Platz vererbt. Das Stockhaus war ein bewohnbarer Turm mit vielleicht drei oder vier Stockwerken. Daher kommt der Name. Er hat nichts mit Stockschlägen und Prügelstrafen zu tun, obwohl der Turm auch als Militärgefängnis diente. Das Stockhaus ist bei Julius Küchler erstmals am 24. Juli 1682 erwähnt, die Stockhausstraße erst 1743. Nachdem der Platz 1981 fertig war, lag er in stiller Bereitschaft und wartete, was die Lauterer mit ihm machen könnten. Die Zweibrücker Künstlerin Barbara Hafner hat den Stockhaus-Brunnen aus Sandstein geschaffen. Einmalig veranstaltete die Stadt 1985 einen Handwerkermarkt. Der kleine Obst- und Gemüsemarkt, der den Platz für kurze Donnerstagvormittage belebte, war schon untergegangen. Nur beim Altstadtfest kann sich der Stockhausplatz immer wieder in Erinnerung bringen.

Der Wadgasserhof

Bild170in der Steinstraße beherbergte Mönche und eine Fürstin, war dann Viehhof und Lager einer Speditionsfirma, war völlig heruntergekommen und wurde im Zuge der Altstadtsanierung restauriert. Das Gebäude ist heute dem Theodor-Zink-Museum zugeordnet und in das Kulturprogramm des Museums eingebunden. Das aus zwei Aufnahmen zusammengesetzte Foto stammt aus den Sanierungsakten des Referats Stadtentwicklung. Das Bild wurde anläßlich einer Bestandsaufnahme des rund um die Steinstraße zu sanierenden Quartiers 1970/71 gemacht. Der Wadgasserhof war ein Wirtschaftshof des Klosters Wadgassen an der Saar. Kaiser Friedrich II. bestätigte dem Kloster 1226 die Zollfreiheit. Damit war der Transport der vom Klosterhof in Lautern produzierten landwirtschaftlichen Güter zum Kloster nach Wadgassen zollfrei. Etwa 400 Jahre später, um 1619, verkaufte der Abt von Wadgassen den Lauterer Klosterhof an das Haus Simmern. Der Wirtschaftshof blieb erhalten, offensichtlich mit einem Schwerpunkt auf der Viehzucht. Nach dem Tod ihres Gemahls, des Pfalzgrafen Ludwig Philipp, 1655, übernahm die Witwe, Fürstin Maria Eleonore, das Regiment in Lautern. Der Wadgasserhof wurde ihr Sommerschlösschen. In den fürstlichen Gärten um den Wadgasserhof ließ sie mehrere „Lusthäuschen“ bauen, steht in den Akten. Die als sittenstreng bekannte Fürstin bekam sieben Kinder. Die Lauterer hatten Probleme mit Maria Eleonore. Als ihre Tochter heiratete, forderte sie beispielsweise von den Bürgern eine „Prinzessinnen-Steuer“. Später in der Revolutionszeit ging der Wadgasserhof in Privatbesitz über. Der Hof kam immer mehr herunter. Die fürstlichen Gärten wurden Baugebiet für die sich ausdehnende Stadt. Noch bis in die 1970er Jahre war das Gebäude Lager und Büro einer Speditionsfirma.

Der untere Teil der Eisenbahnstraße,

Bild171ab der Marktstraße bis zur Kreuzung Alleestraße, gehört zu einer der meist fotografierten Straßen der Stadt ab etwa 1900 bis Ende der 1930er Jahre. Es existieren noch zahlreiche Aufnahmen von Postkartenverlagen und Privatleuten aus dieser Zeit. Das Foto aus den Beständen des Theodor-Zink-Museums wurde ungefähr Anfang der 1920er Jahre gemacht. Die Stromleitungen, die das Bild durchziehen und der große Strom-Dachreiter auf dem Haus in der Bildmitte lassen diese zeitliche Einordnung zu. Das Bild zeigt den Teil der Eisenbahnstraße von der Ecke Riesenstraße, die von rechts im Vordergrund einmündet, bis zur Kreuzung Alleestraße. Auf der schattigen Straße in der Bildmitte sind drei Flächen mit stärkerem Sonnenlichteinfall zu sehen. Das waren zunächst die von rechts einmündende Maurerstraße, dann die untergegangene Schieferstraße und schließlich, dort, wo die Baumreihe beginnt, die Alleestraße. Hinter dem Haus auf der rechten Seite ist ein Türmchen der „Wartburg“ zu sehen. Sie war damals das höchste Wohnhaus der Stadt. Sie stand Ecke Eisenbahn- und Maurerstraße, der heutigen Raiffeisenstraße. Mit dieser Aufnahme hat der Fotograf des Postkartenverlags Jacob Gotthold offensichtlich zeigen wollen, was in der Fotokunst der 1920er Jahre möglich war: Es handelt sich entweder um eine Ausschnittvergrößerung oder um die Aufnahme mit einem der ersten Teleobjektive. Das Original der Aufnahme ist koloriert. Das Motiv zeigt jedenfalls ein Stück schönes Kaiserslautern mit den prächtigen Fassaden der Bürgerhäuser, einen Teil der Eisenbahnstraße, die bis zur Alleestraße hin eine der wichtigsten Einkaufsstraßen der Stadt war. Der gesamte Stadtbereich auf dieser Fotografie ist bei dem Bombenangriff am Montag, 14. August 1944, untergegangen.

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