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Alte Stadtansichten Album 19

Die Spittelmühle

Bild183Der Spittelmüller lies 1862 neben seine Mühle ein „stattliches Wohnhaus“ auf der Südseite des Stiftsplatzes bauen. Die Stadt ließ das Gebäude in den 1930er Jahren renovieren, und das neu gegründete Theodor-Zink-Museum zog 1935 ein. Nach unbeschadet überstandenem Bombenkrieg schien das Gebäude im Wege zu stehen. Bei Stadtverwaltung und Ratsgremien wurde es baufällig geredet und im April 1951 abgerissen. Eine Tankstelle wurde gebaut und eine erste Tiefgarage in den Stiftsplatz gegraben. Ein Reisebüro-Pavillon und ein Milchpilz im Fliegenpilzlook darf bei der städtebaulichen Entwicklung der Südseite des Stiftsplatzes nicht vergessen werden. Das Foto wurde vom Theodor-Zink-Museum zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung

Bild184Die „Ausstellung“ mit ihren Messehallen und dem Park war größtenteils dort, wo heute der Volkspark ist. Im Zweiten Weltkrieg, am 1. Januar 1945, sind die von Hermann Hussong erbauten Hallen im Bombenhagel untergegangen. Am 21. September 1957 um 15.45 Uhr vollstreckte das Technische Hilfswerk mit 252 Dynamitpatronen den Stadtratsbeschluß, die Hallen nicht wieder aufzubauen, sondern die Ruinen, die nach fachmännischer Einschätzung „Rohbauwert“ hatten, zu sprengen. Damals ging nach heftigen politischen Diskussionen und einer gewissen Aversion gegen Hussong-Bauten in Ratskreisen ein Stück schönes Kaiserslautern unter. Während der zwölf Jahre zwischen 1945 und 1957 gab es viele Streitgespräche, wie das Gelände weiter zu nutzen sei. Dabei schien man sich auch der Möglichkeit eines Wiederaufbaus bewußt gewesen zu sein. Der Aufbau wurde damals auf eine Million Mark geschätzt. Das Foto, das im Jahr 1926 aufgenommen wurde, hat das Theodor-Zink-Museum zur Verfügung gestellt.

Das Pfaffbad

Bild185Das Pfaffbad war ein architektonisches Juwel, das im Zweiten Weltkrieg von den Bomben verschont geblieben war. Das Foto aus den Beständen des Theodor-Zink-Museums zeigt die Nordseite des Gebäudes, von der Pariser Straße aus aufgenommen. Die Badeanstalt mit Wannenbädern war ein Geschenk von Georg und Lina Pfaff an die Bürger der Stadt Kaiserslautern. Es wurde 1924/25 erbaut. Am 16. Juni 1975 vollzogen die Bagger den Ratsbeschluß, das Pfaffbad abzureißen. Der Münchner Verein erwarb das Gelände des Pfaffbads, um einen Neubau zu errichten. Als Vertragspartner legte die Stadt mit dem Münchner Verein fest, daß der Pfaffplatz im Zuge des Neubaus aufgewertet werden soll. Von Grünflächen, Brunnen und Wasserspielen konnte man im Vertrag nachlesen. Das alles fiel am Ende ins Wasser. Einen letzten Versuch, auf dem Pfaffplatz etwas gut zu machen, gab es im Rahmen einer studentischen Arbeit, die jedoch Ende der 1990er Jahre in den Schubladen verschwand.

Die Schloßkaserne

Bild186Die letzten gut erhaltenen, mit Sicherheit damals renovierungsbedürftigen Gebäudeteile der Schloßkaserne wurden dem Rathaus-Neubau 1966/67 geopfert. Das Foto aus den Beständen des Stadtarchivs wurde Mitte der 1950er Jahre aufgenommen. Damals waren städtische Dienststellen darin untergebracht. Die Schloßkaserne war ursprünglich ein Gefängnis, dann Zuchthaus, das ab 30. Juni 1909 nicht mehr genutzt wurde. In dem Komplex war anschließend eine Kaserne untergebracht. Daher der Name. Mit dem Untergang der Schloßkaserne ging ein Stück Stadtgeschichte verloren. Der massive Sandsteinbau mit Linden und Kastanienbäumen im Innenhof und mit großzügiger Raumaufteilung schien vielen Bürgern einen Eindruck von der wehrhaften Barbarossaburg oder vom Casimirschloss vermittelt zu haben. Wie wäre man sonst auf den Schloßnamen gekommen, nachdem das Zuchthaus vergessen war?

Die Fruchthallstraße

Bild187Mit geringfügigen Veränderungen gab es diese Stadtkulisse noch bis 1954: die Fruchthallstraße etwa vom Schillerplatz bis zur Kreuzung bei der Steinstraße/Marktstraße. Die drei Häuser in der Bildmitte waren bewohnte Häuser mit Ladengeschäften. Sie gehörten zum historischen Baubestand, der vom Krieg verschont geblieben und von den Besitzern hergerichtet worden war. Die Häuserreihe mußte dem Bau der Ost-West-Achse geopfert werden. Auf dem Foto des Theodor-Zink-Museums aus dem Jahr 1951 war die Ost-West-Achse noch nicht gebaut. Die Stadt hatte den Amerikanern verschiedene Pläne für eine rasche Verbindung von der Vogelweh im Westen zu den Kasernen im Osten vorgeschlagen, um ein Stückchen Alt-Lautern zu erhalten und vielleicht später, nach Abschluß des dringend erforderlichen Wohnungsbaus, zu sanieren. Alle Vorschläge wurden abgelehnt.

Neues Bezirksamt

Bild188Das königlich-bayerische Bezirksamt stand etwa Ecke Maxstraße/Burgstraße, dort, wo heute auf der Südwestseite des Rathauses der kleine Parkplatz ist. Es schmückte den Eingang zum Villenviertel in der Burgstraße. In dem 1915 erbauten Haus war die Kommunalaufsicht untergebracht. Das Foto des Theodor-Zink-Museums wurde Mitte 1920 aufgenommen. Die Stadt hat das Bezirksamt 1962 abgerissen, um die Einmündung der Maxstraße großzügiger gestalten zu können. Man könnte darüber streiten, ob es angebracht war, das Gebäude abzureißen. Am 14. November 1956 war ein amerikanischer „F-86 D-Sabre-Jet“-Allwetter-Jäger um 16.40 Uhr in das Obergeschoß und das Dachgeschoß gestürzt. Das Gebäude wurde gesichert und war nicht einsturzgefährdet. Die Stadt ließ sich bis zum Abriß noch sechs Jahre Zeit, weil man sich über die Straßenführung nicht einigen konnte.

Die Thiemesche Druckerei

Bild189Auf dem Foto vom Schillerplatz aus nach Nordwesten ist in der Bildmitte das Gebäude der Thiemeschen Druckerei, Herausgeber der „Pfälzischen Presse“, festgehalten. Die Aufnahme aus dem Stadtarchiv wurde 1954 beim Beginn des Baus der Ost-West-Achse gemacht, dem einige guterhaltene Häuser in der Stadtmitte weichen mußten. Auch dieses durchaus gut erhaltene Haus aus dem 19. Jahrhundert mußte wenig später der neuen Hauptstraße weichen. Es war ein ansehnlicher erhaltenswerter Zweckbau, den die Stadt abreißen mußte. War er doch mit der Kaiserslauterer Zeitungsgeschichte verbunden und mit Herman Löns, der von 1891 bis 1892 als Journalist bei Thieme gearbeitet hatte.

Altes Bezirksamt

Bild190Das „Alte Bezirksamt“ am Fackelrondell - in der Bildmitte - hatte den Bombenkrieg überstanden. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mußte Mitte der 1950er Jahre zunächst einem großen Parkplatz weichen, auf dem später das Kaufhaus Karstadt gebaut wurde. Das Bezirksamt war gut erhalten, so wie auf dem Foto des Stadtarchivs aus dem Jahr 1937 zu sehen ist. Von der Treppe unterhalb des mit Säulen gestützten Balkons verkündete der Bezirksamtmann am 2. August 1914 offiziell die kaiserliche Mobilmachung. Am Tag davor hatte Deutschland Rußland den Krieg erklärt. Dem Bau der Ost-West-Achse stand das Alte Bezirksamt nicht im Wege, aber dem Kaufhaus Karstadt. Rechts im Bild das Haus „Hexenbäcker“. Links im Foto mündet die damalige Ferdinand-Wiesmann-Straße (vorher und später wieder die Schwanenstraße) ins Fackelrondell ein; rechts hinten biegt die Königstraße ab.

Die Unionstraße

Bild191erhielt ihren Namen 1972 im Zuge der Altstadtsanierung. Als dieses Foto vom Referat Stadtentwicklung um 1971 aufgenommen wurde, hieß sie noch Kirchenstraße, weil sie zur „Kleinen Kirche“ führt, die von 1711 bis 1717 von den Lutheranern gebaut wurde. Das Foto ist von der damaligen Kirchenstraße aus in Richtung Martin-Luther-Straße aufgenommen. Der Baum auf der rechten Seite stand vor der Kleinen Kirche. Die linke Seite wird von den Gebäuden der 1860 gebauten Brauerei Marhoffer beherrscht. Etwa auf Höhe des Backsteingebäudes im Vordergrund wurde die Unionstraße im Rahmen der Sanierung bei der Kleinen Kirche platzartig aufgeweitet. Dieser Bereich wird heute im Sprachgebrauch oft als „Unionsplatz“ bezeichnet. Im offiziellen Straßenverzeichnis existiert dieser Platzname nicht.

Die Marktstraße

Bild192um 1910 mit Blick in Richtung „Rieseneck“, also in Richtung der Kreuzung Fackelstraße/Riesenstraße/Kerststraße. Bei dem Haus mit dem Krüppelwalmdach weit im Hintergrund auf der rechten Straßenseite ist die Einmündung der Fackelstraße. Die Laterne ganz rechts oben im Bild verrät den Standort des Fotografen. Es handelt sich um das ehemalige Gasthaus „Rote Laterne“. Das um 1887 gebaute Haus mit seiner Renaissance-Fassade schräg gegenüber der Stiftskirche ist heute noch erhalten. Das weiße Haus auf der linken Seite war das Hotel Kraftt. Die Familie Kraftt hatte mehrere Söhne, die alle als Kaufleute oder im Gaststättengewerbe tätig waren. Noch viele Jahre kursierte der Ausspruch eines alten, vielleicht etwas einfältigen Kaiserslauterers, als er den Schriftzug „Hotel Kraftt“ auf der Hausfassade gesehen hatte. Er soll demnach gesagt haben: „Ich kenn“ alle Buwe vuns Kraftte mit Vorname, nur denn Hoodel kenn“ ich net.“ Nach etwas veränderter Grundstücksaufteilung wurde auf dieser Ecke im Bereich der Einmündung der Münchstraße 1911 bis 1912 ein vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus gebaut, das im Hinblick auf seine verhältnismäßig klare Fassadengliederung zu dieser Zeit ein fortschrittliches Gebäude war. Das Haus ist heute noch fast unverändert erhalten. Weil es zur Zeit seiner Erbauung sehr mächtig wirkte, nannten es die Lauterer „Barbarossabau“. Diese Bezeichnung hat sich hie und da noch bis heute erhalten.

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